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Weltgebetstag der Frauen

   
Der Weltgebetstag der Frauen ist ein ökumenisches Fest, das überall auf der ganzen Welt jeweils am 1. Freitag im März von Frauen aller christlichen Konfessionen gefeiert wird.
In jedem Jahr stellen Frauen eines Landes die Liturgie für die Gottesdienste zusammen. In den Vorbereitungen in den unterschiedlichen Gemeindekreisen (z.B.im Frauenfrühstückskreis und in der Frauenhilfe) versucht man deshalb auch immer, das jeweilige Land, aus dem der Weltgebetstag kommt, die Menschen, die Kultur, den Glauben, die Hoffnungen und die Ängste und Probleme vor allem der Frauen kennen zu lernen und besser zu verstehen.
  In Heisingen wird der Weltgebetstag seit Jahren von einem ökumenischen Team der beiden Gemeinden vorbereitet und gestaltet. Neben einem gemeinsamen Kaffeetrinken bilden die beiden Gottesdienste um 17 und um 19 Uhr die Höhepunkte des Tages.
  Der Weltgebetstag wird im Wechsel in der katholischen Gemeinde St. Georg und in unserer Gemeinde gefeiert.
   
 
Das Thema 2011 lautete:
  Wie viele Brote habt ihr? -
  ein Weltbebetstag aus Chile
   
  Einige Bilder vom Weltgebetstag 2011 aus Chile finden sich in unserer Galerie.
   
  Hier ein Bericht von Frauke Westerkamp:
   
  Wie viele Brote habt Ihr? Weltgebetstag der Frauen in Heisingen

Die Frage der chilenischen Frauen stellte das ökumenische Weltgebetstagsteam in Heisingen den vielen Besucherinnen und Besuchern der Gottesdienste, die in diesem Jahr in St. Georg gefeiert wurden. Um eine Woche verschoben wegen des späten Karnevalstermins in diesem Jahr aber genauso intensiv und bestens vorbereitet stellten die Frauen der Paulus- und St. Georgsgemeinde unter der Leitung von Pfarrerin Sabine Grüneklee-Herrmann und Gemeindereferentin Marlies Hennen-Nöhre die Texte und Lieder vor, die die Frauen aus Chile für „ihren“ Weltgebetstag ausgesucht hatten. Er Gottesdienst um 17 Uhr nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken wurde musikalisch gestaltet vom Flötenkreis der Paulusgemeinde. Die Feier um 19 Uhr wurde umrahmt von Liedern des Gospelchores die Heisingers.
Die Geschichte des Elia, dem die Witwe in Zarepta von ihrem wenigen abgibt und die Speisung der Fünftausend aus dem Markusevangelium haben die chilenischen Frauen als biblische Texte ausgewählt. In den Texten geht es um das Teilen von Brot und im Markusevangelium stellt Jesus die Frage an seine Jünger: wie viele Brote habt Ihr?
Beeindruckend und erschreckend krass war die grafische Darstellung der derzeitigen Verteilung der Nahrungsmittel auf die derzeitige Weltbevölkerung: Nimmt man30 Personen als Weltbevölkerung an, so leben 19 in Asien, 5 in Afrika, 3 in Südamerika und jeweils einer in Nordamerika, in Europa und in Australien. Nimmt man 30 Brote als Gesamtnahrungsmenge an so verteilen die sich mit 7 Broten auf die 19 Menschen in Asien, mit 2 Broten auf die 5 in Afrika, mit jeweils 5 Broten auf den einen in Europa und in Australien, mit 10 Broten auf den einen in Nordamerika und mit einem Brot auf die 3 in Südamerika.
Den Frauen in Chile geht es aber nicht nur um die gerechte Verteilung von Nahrungsmitteln. Ihre Solidarität dehnt sich aus auf das Teilen von Talenten, Begabungen, von Kraft und Einsatz. Was kannst Du geben? Glaube und Vertrauen auf Gott sind Grundlagen für das eigene Aktiv-Werden, für tätige Solidarität, für Einsatz für die, die noch weniger haben. Bei den Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen hat das chilenische Volk immer wieder diese Solidarität bewiesen, die 33 Minenarbeiter, die im Oktober 2010 nach wochenlanger Verschüttung unter Tage geborgen werden konnten, haben diese Solidarität gelebt und ihre wartenden Familien über Tage auch.
Politische Zwänge unter der Diktatur Pinochets konnten diese Einstellung zum Leben nicht brechen und so ist es nicht erstaunlich, dass das Lied „Gracias a la vida“ „Danke an das Leben“, das von Frau Hennen-Nöhre gesungen wurde, eines der beliebtesten Lieder in Chile ist.
„Open the eyes of my heart, lord. I want to see you” sang der Gospelchor zum Abschluss. Ein klein wenig hat der Gottesdienst wohl die Augen der Herzen der Gäste geöffnet und für die Probleme und Sorgen in diesem so kontrastreichen über 4000 km langen und nur bis zu 100 km breiten Land sensibilisiert.
Die Kollekte war wieder für die zahlreichen Frauenprojekte bestimmt die weltweit vom Weltgebetstagskommittee unterstützt werden. So z.B. für Zedek, in dem die methodistische Kirche Frauen in Chile lehrt aus Heilkräutern Tropfen, Salben und Tinkturen herzustellen und damit aktive Hilfe leistet in einem Land in dem sich Gesundheitsfürsorge nur wenige leisten können und das öffentliche Gesundheitssystem am Boden liegt.
Der Abend klang bei Wasser, Brot und Wein im Gemeindezentrum aus.

   
   
 

 

 

 

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